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Antoniushaus - Pfr. Josef HäusleMehrzwecksaal


Für größere Veranstaltungen steht der modernst eingerichtete Pfarrer-Josef-Häusle-Mehrzwecksaal im Antoniushaus zur Verfügung.

Msgr. Dr. Josef Häusle (1869-1939)


Ein Gründergenie und Initiator katholischer Unternehmungen war Msgr. Dr. Josef Häusle, geboren in Feldkirch 1860, gestorben ebenfalls in Feldkirch 1939. 1882 wurde er zum Priester geweiht, wirkte zuerst als Kooperator und 1883/84 als Pfarrprovisor in Frastanz. 1884/87 weilte er in der berühmten „Anima“ in Rom und erwarb sich einen theologischen Doktortitel. Von 1885 bis 1887 erneut in Frastanz, dann vom 6. September 1887 bis 1. August 1901 als Pfarrprovisor in Tisis. Danach wurde er Hauskaplan in dem vom ihm gegründeten „Antoniushaus“ in Feldkirch-Tisis.

Dr. Häusle hat sich um seine Geburtsstadt Feldkirch, um die Diözese, sein Heimatland Vorarlberg, aber auch um das benachbarte Ausland hohe Verdienste erworben durch seine eigenen Gründungen und seine bewährte Mitarbeit bei anderen Gründungsunternehmen. Er regte an und übernahm die einleitenden Vorarbeiten zur Entstehung des kath. Lehrerseminars in Feldkirch-Tisis (1888). 1891 berief er die Kreuzschwerstern von Ingenbohl nach Feldkirch zur Gründung einer Privat-Mädchen-Volks- und Mädchen-Bürgerschule sowie einer Haushaltungs- und Nähschule, wozu 1902 noch eine zweiklassige Haushaltungsschule kam. 1896 begründete er gemeinsam mit der Deutschen Jesuiten-Ordensprovinz das Exerzitienhaus in Tisis mit Noviziat der Provinz.

1899/1900 erbaute er auf dem Blasenberg das „Antoniushaus“ für Zwecke einer Koch- und Haushaltungsschule sowie als Exerzitienheim für Frauen. In seinem väterlichen Haus in der Kreuzgasse in Feldkirch brachte er die erwähnte Mädchenhandelsschule unter, die 1911 mit der Volks- und Bürgerschule in das neuerbaute Institutsgebäude „St. Josef“ am Ardetzenberg übersiedelte. In der Folge diente das väterliche Haus der Reihe nach als Heim für Studenten, für alleinstehende Mädchen, schließlich als Altersheim und als Wohnung der Hauskrankenpflegeschwestern.

Als Berater und Wegbereiter betätigte sich Häusle schon bei der Gründung der ersten deutschen Niederlassung des von P. Jordan gestifteten Ordens der Salvatorianer in Hörbranz-Lochau (1893) sowie bei der Gründung des St. Gallus-Stiftes der verbrannten Benediktiner von Mariastein (1906). Dr. Josef Häusle war auch ein großer Kenner der Naturheilkunde und entwickelte selbst Heilmittel wie z. B. „Haimakainizon“ oder die bewährte Salbe „Myrisma“. Den daraus entstandenen Gewinn verwendete er ausschließlich für religiöse und karitative Zwecke. Dr. J. Häusle war auch als Prediger bekannt und hielt wiederholt Exerzitienvorträge im „Antoniushaus“ und in schweizerischen Kapuzinerklöstern.